Landkreise Nienburg und Verden, 05.10.2017, von Sven Hilker, Nils Freiherr Grote

Orkan Xavier und seine Folgen

Am Nachmittag des 5. Oktober 2017 wurde der Ortsverband Hoya durch die Integrierte Regionalleitstelle der Landkreise Nienburg und Schaumburg zur Unterstützung der Feuerwehren bei der Beseitigung der Folgen des Orkantiefs Xavier alarmiert. Es ergaben sich Einsatzschwerpunkte in Hassel im Landkreis Nienburg und im Landkreis Verden.

Im Jübberweg in Hassel hatte der Sturm in kurzer Zeit eine Spur der Verwüstung hinter sich gelassen. Große Buchen waren teilweise mitsamt Wurzelwerk umgekippt und auf die Dächer der angrenzenden Häuser gefallen. Das frühe Auftreten des Orkans zu einem Zeitpunkt, an dem die Bäume noch Laub tragen, hat dazu geführt, das selbst gesunde Bäume den Orkanböen nicht Stand halten konnten.

Zur Beseitigung von Windbruch gemeinsam mit den örtlichen Feuerwehren brachten die 14 Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes Hoya einen Kran sowie Motorsägentrupps zum Einsatz. Zur Sicherung gegen unkontrolliertes Bewegen der Baumstämme wurde auch die Seilwinde des Gerätekraftwagens 1 eingesetzt. Mit einem Radlader wurden durch den Ortsverband im weiteren Verlauf auch die Aufräumarbeiten unterstützt. Um ein sicheres Arbeiten auch in den Abendstunden zu ermöglichen, kam zusätzlich die Fachgruppe Beleuchtung des THW-Ortsverbandes Syke zum Einsatz. Gegen 22.00 Uhr konnte dieser Einsatz mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft beendet werden.

Auf Anforderung der Verdener Feuerwehr- und Rettungsleitstelle stellte der Ortsverband Hoya auch einen Trupp zum Transport einer Krangondel zusammen. Die Krangondel wurde für die Beseitigung von Windbruch im Landkreis Verden benötigt, um von ihr aus umgestürzte Bäume sicher anschlagen bzw. sie mit Kettensägen beseitigen zu können. Dieser Einsatz wurde gegen 1.30 Uhr am 6. Oktober beendet.

Der Leitungs- und Koordinierungsstab des Ortsverbandes war während des Einsatzzeitraumes ebenfalls besetzt, um die notwendigen Alarmierung- und Koordinierungsmaßnahmen zu übernehmen. An den Einsatzstellen waren ad hoc zusammengestellte Gruppen und Trupps bestehend aus Angehörigen der beiden Bergungsgruppen des Technischen Zuges sowie der Fachgruppe Führung & Kommunikation im Einsatz. Kran, Radlader und Krangondel wurden für diesen Einsatz durch die THW-Bundesschule zur Verfügung gestellt.


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